2. Aufbau des Kohlenmeilers

2.1 Standort-Wahl

Als Standort sollte möglichst ein alter Meilerplatz gewählt werden – er sollte eben, windgeschützt und vorzugsweise in der Nähe eines Baches oder Sees sein.

2.2 Vorbereiten des Holzes/Holzeinschlag

Das Holz sollte einjährig abgelagert sein. Bevorzugt wird Buchen-, Birken- oder Eichenholz verwendet.

2.3 Vorbereiten der Meilerplatte („Kohlplatte“, „Kohlenplatte“)

Bedecken der Meilerplatte mit „Lösche“ (Erde, Kohlenstaub und kleine Holzstückchen) – in der Regel zur Mitte hin leicht ansteigend; evtl. Errichten eines Bodenrostes („Bruck“) zur besseren Lüf-tungsregulierung; evtl. Bau eines Windschutzes („Windschirm“)

2.4 Bau des Kamins (auch: „Feuerstelle“, „Zündschacht“, „Quandel-schacht“, „Quandel“)

Die Techniken des Kaminbaus sind in den Links unter 2.9 be-schrieben. Die Quandelhölzer oder Quandelpfähle sind in der Regel eher dünne Fichtenhölzer und richten sich in ihrer Länge nach der geplanten Höhe des Meilers.

2.5 Aufschichtung der Holzscheite („Holzaufbau“)

Die 1. Schicht des aufgesetzten Holzes heißt „Fußscheite“ oder „1. Gesetz“, die zweite Schicht „Schneidel“ oder „2. Gesetz“, die dritte Schicht „Kopfholz“ oder „Kopf“ oder „3. Gesetz“. Das 3. Gesetz ist wegen der starken Abflachung meist nur noch halb so hoch wie die beiden anderen.

2.6 Auftragen des „Rauhdachs“ (auch: „Raudach“ oder „Rauchdach“)

z.B. aus Rasenstücken, Reisig, altem Heu, Tannenres-ten/Douglasienzweigen, Laub

2.7 Auftragen des „Erddaches“ (feuerfeste Decke)

Ein ca. 10-20 cm-hoher Mantel aus „Lösche“ (auch: „Kohllösche“, „Kohlengries“) - z.B. aus Asche, Kohlenstaub, Kohlepartikeln, sandhaltiger Erde, Lehm - wird auf das Rauhdach aufgebracht und festgeklopft und sorgt dadurch für Dichtigkeit.

2.8 Abstützen des Meilers durch „Rüsthölzer“

Das Abstützen des Meilers durch sog. Rüsthölzer verleiht dem Meiler mehr Stabilität.