Jubiläums-„Gemütlicher“ im finsteren Tann’...

Alles andere als finster, der „Gemütliche 2016/17“ der Rheinbrohler Köhlerinnen und Köhler, der am 03. Februar 2017 in der Turnerhütte „Wilhelmsruh“ (des Turnvereins Rheinbrohl 1882 e.V.) unweit der Meilerplatte im Rheinbrohler Forst stattfand!

 

Die schöne Tradition, der inzwischen ca. 40-50 Frauen und Männer, Mädchen und Jungen umfassenden Meiler-Einsatztruppe als „Dankeschön“ für die vollkonzentrierte und hoch effektive Arbeitsleistung am Holzkohlenmeiler des soeben abgelaufenen Jahres eine sowohl leckere wie humorvolle Zusammenkunft in stimmiger Atmosphäre zu ermöglichen, war im Zeichen des 10., also des „Jubiläums“-Meilers von 2016 natürlich eine besondere Herausforderung für die (in der Regel eher unerschrockenen) Organisatoren: Abendrobe? Fliege? Champagner? Kaviar? Oder vielleicht doch eher schwarze Jeans, dunkles Halstuch, Weine der Region und Wild-Gulasch?

Wie auch immer - es passte letztlich alles: die Kleidung (na ja...), die Getränke (total!) und die Gaumenfreuden des kalt-/warmen Abend-Buffets (voll total!).

 

Nach einer stimmgewaltigen („Alle-jetzt-mal-herhören!“-)Begrüßung und der sodann vom dezenten Klappern des frisch geputzten Silber-Bestecks harmonisch unterlegten Ess- und Trinkgeräusche erstaunlich erfolgreich zivilisierter Limes-Anrainer wechselte die Festgesellschaft danach nahezu nahtlos in eine Reflexions-Phase über zukünftige weitere Verbesserungsmöglichkeiten (eigentlich schon ziemlich) erfolgreicher Meilerarbeit über, um anschließend staunend die mit 100%ig authentischen Bildern und Zitaten unterlegte Dokumentation von wahrhaft aufwühlenden zehnjährigen Meiler-Aktivitäten zur Kenntnis zu nehmen.

(Das Protokoll verzeichnete dabei durchaus unterschiedliche Reaktionen: lautes Stöhnen, verhaltenes Protestieren, ernstes Mienenspiel – aber auch wohlwollendes Lachen, dezent kopfnickende Zustimmung bis hin zu unüberhörbarem Schenkelklopfen, wahrscheinlich zeitverzögert nach erfolgreicher Schmerzmittel-Einnahme. Alles also wie im wirklichen Leben.)

 

Ein dramaturgisch raffiniert gestaltetes Intermezzo in Form einer opulenten „Preisverleihung“ belohnte Entsandte einer durch und durch befreundeten Nachbarkommune mit einem gigantischen Schoko-Spaltkeil und völlig überraschte Ehefrauen mit marzipanhaltigen Trostpreisen für sporadisch entgangene Anwesenheiten von Orga-Team-Mitgliedern – war das, so fragten sich die Anwesenden, wirklich eine Entsagung???

 

Bei romantisch glühenden Feuerkörben vor der Hütt’n und romantisch flackernden Teelichtern in d’r Hütt’n feierten die Köhlerinnen und Köhler bis sehr tief in die Nacht – und verschreckten auf dem romantisch-nächtlichen Nachhausemarsch so manch eine Wildsau mit euphorischen Trinksprüchen und lateinischen Merksätzen!

 

Fazit: ein vollends gelungener Abend, der im nächsten jahr unbedingt ein paar mal wiederholt werden sollte!