Das stinkt ja zum Himmel!

 

    Ja, er ist nicht gerade eine Duftkerze, der Rheinbrohler Kohlenmeiler – aber seit nunmehr 10 Jahren ein Hobby mit Herzblut für ca. 40 aktive Köhlerinnen und Köhler vor Ort. Seit 2007 tauschen sie jedes Jahr zwei Wochen vor Pfingsten ihr hochglänzendes Business Outfit mit derben Arbeitsklamotten, um aus abgelagerten und holzwurmfreien Buchenscheiten erstklassige Grill-Holzkohle nach traditioneller Art herzustellen.

 

    Die Anregung dazu kam seinerzeit von Revierförster Oliver Müller, der von den alten Meilerplätzen im Rheinbrohler Wald beeindruckt war und bald einen harten Kern von hochmotivierten Gleichgesinnten um sich scharen konnte, die bereit waren, das alte Handwerk (im Drei-Schichten-Betrieb) wiederaufleben zu lassen.

 

    Sozusagen im Selbststudium – also oft nach der Methode „Versuch und Irrtum“ – steigerten die Freizeit-Köhler von Jahr zu Jahr ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihre Kohlenernte-Erfolge; und es dauerte nicht allzu lange, da war auch schon eine stattliche Zahl stattlicher Köhlerinnen mit von der Rußpartikel-Partie...

 

    Der Rheinbrohler Kohlenmeiler gilt inzwischen seit vielen Jahren als Publikums-Magnet sowohl für Einheimische wie für Auswärtige. Besonders am Limes-Wandertag zu Christi Himmelfahrt und zur immer wieder spannenden „Kohlenernte“ am Pfingstsonntag erlebt die Meilerplatte unweit der Turnerhütte „Wilhelmsruh“ im Rheinbrohler Forst heftigsten Besucherandrang.

 

    Wandergruppen planen Stern-Märsche dorthin, Schulklassen, Pfadfinder und Junggesellen können vom Qualm die Nasen gar nicht voll genug bekommen und selbst die Rheinbrohler Weinköniginnen samt Gefolge geben sich jedes Mal die allergrößte Mühe, den Kohlenhügel (und die Köhler) mit fruchtigem Riesling hinreichend feucht, und damit dicht zu halten...

 

    In diesem Jahr wird der 10. Kohlenmeiler am Samstag, den 30. April, entzündet – die Ernte der fertigen Holzkohle findet (wenn alles gut geht!) am Pfingstsonntag, den 15. Mai 2016, statt. Der Meiler ist während dieser zwei Wochen 24 Stunden am Tag zu besichtigen – nachts natürlich auch für neugierige und hoffentlich leckere Wildschweine...

 

    Helfende Hände, geeignete Werkzeuge und edle Spenden in Form von edlen Speisen und Getränken sind jederzeit herzlich willkommen!