8. Kohlenmeiler Rheinbrohl auf dem Weg zu stiller Größe...

Endlich ist es wieder soweit: Kamelle, Gummibärchen, Gummibäumchen und Tempotücher von Faschingsdienstag sind restlos aufgebraucht oder entsorgt, den Schminkstift hat der Hofhund aufgeschleckt, Oma klebt gerade das Konfetti zu einem neuen bunten Bogen für 2015 zusammen, der Vorgarten ist bestellt und das Reh- und Rotwild der Saison ist ziemlich bockig nach Leutesdorf ausgewandert - Zeit für neue Herausforderungen!

 

Cool, dass es da auf den Höhen und in der Tiefe des heimischen Westerwaldes ein kleines Fleckchen Erde gibt, das nachgerade danach schreit, von Holzwurm, Pilzbefall, Mäusekötteln und Fuchsbandwurm erlöst zu werden: der Meilerplatz in Rheinbrohl!

 

Der (fast) letzte Ort in unserem Lande, der keiner Bank und keinem Großkonzern gehört, keinen Nachtragshaushalt braucht, keine Schuldenbremse kennt, viertelfinalstabil, familiengeldplusbefreit und energiewendig daherkommt und auf keiner schweizerischen Steuergeld-CD weit und breit verzeichnet ist…

Kurz: ein durch und durch friedliches Fleckchen Erde, das einfach so vor sich hinmodert, ökologische Fußabdrücke nur in Kindergröße hinterlässt und lediglich auf einen kräftigen Solidar-Holzeinschlag wartet.

 

Und der kam langsam, aber gewaltig: am Samstag, dem 29. März 2014, ab 09:00 Uhr in der Früh, fand sich ein respektabler Trupp von wildentschlossen dreinblickenden Köhlern zum Arbeitseinsatz zusammen, der nach einem halben Tagwerk bereits sichtbare Ergebnisse zeitigte: der Kohlenmeiler 2014 nahm Form und Haltung an und lediglich der abgesteckte Durchmesser des Meilerbodens läßt erahnen, wieviel Material noch aufzuschichten ist.

 

Aber auch hochmotivierte Köhler müssen samstags noch in den eigenen Gemüsegarten zum eher feinmotorisch anspruchsvollen Unkrautjäten – und deshalb fand der erste Großeinsatz am Meiler in diesem Jahr mit einem schmackhaften und umfangreichen Imbiss vor der Köhlerhütte (und natürlich noch vor Anbruch der Dunkelheit) sein erfolgreiches Ende.

 

Doch wie heißt es so schön: Fortsetzung folgt...