Stimmungshoch am Kohlenmeiler!

Trotz des ziemlich durchwachsenen Pfingstwetters war das Stimmungshoch der Rheinbrohler Köhlerinnen und Köhler beim Ausräumen des Meilers am Pfingstmontag nicht zu übersehen: im dritten Jahr in Folge bescherte die „Kohlenernte“ am Meilerplatz in der Nähe der Rheinbrohler Turnerhütte wieder trockene und gut durchgegarte Buchenholzkohle, die aus dem Kohlenmeiler heraus ohne Brandblasen direkt in Papiersäcke eingefüllt werden konnte.

Mit großen Planen hatten die Hobby-Köhler am Ausräum-Tag vorsorglich eine Art Zeltdach über dem Meiler errichtet, da die Regenschauer in der Nacht zum Pfingstmontag heftig und stetig waren. Aber ab ca. 10:00 Uhr vormittags klarte es dann auf, und die Friesennerze konnten gegen leichtere Arbeitskleidung eingetauscht werden.

 

Ca. 30 Aktive und (über den Tag verteilt) zahlreiche neugierige und wissbegierige Besucherinnen und Besucher an der Meilerplatte sorgten für jede Menge Bewegung und informative Gespräche – und diverse Köhler-Hunde wechselten im Lauf des Tages noch ihre hellbraune in tiefschwarze Fellfarbe, analog zur Gesichtsfarbe ihrer Besitzerinnen und Besitzer...

Erst am späten Nachmittag deutete sich durch intensive Grillaktivitäten und die dazugehörigen Düfte an, dass ein Ende der Plackerei abzusehen war – die frische diesjährige Holzkohle bestand den Grilltest sogleich mit Bestnoten und krönte damit zugleich den Geburtstag eines der anwesenden, sehr aktiven, effektiven und höchst spendablen Jung-Köhlers.

 

Kurz vor der „Tagesschau“ war die Meilerplatte dann wieder leergeräumt und die Kohle in trockenen Tüchern, die Schubkarren waren geputzt, die Aktiven satt und selig, die Klamotten selbiger nicht mehr ganz taufrisch und die Foto-Dokumentationen einer weiteren (der siebten!) Meiler-Saison in aller Munde (bzw. vor aller Augen). Hervorgehoben werden muss, dass in der diesjährigen Meiler-Saison die Köhlerinnen (ja, echt: weibliche Köhler) ihre ohnehin schon bemerkenswerte Präsenz, ihren Arbeitseinsatz am und auf dem Meiler und die Ausstrahlung jeder Menge guter Laune verdoppelten – ganz zu schweigen vom laut- und reibungslosen Hintergrund-Service in Sachen „Kotelett, Kuchen, Kaffee“ sowie allzeit kohlestaubfreier Arbeitshosen- und Arbeitsjacken-Wiederherstellung!

 

Auch den lokalen Politikern, Historikern, Archäologen, sonstigen Kulturpflegekräften und Tourismus-Verantwortlichen dürfte mittlerweile klar sein: Rheinbrohl ohne „Pfingst-Meiler“ ist wie Leutesdorfer Riesling ohne Fruchtigkeit oder Limes ohne Limes-Torte...