Rheinbrohler Kohlenernte 2018 - immer wieder ein echtes Pfingstwunder...

 

In diesem Jahr zum zwölften Mal errichteten und betrieben die Rheinbrohler Hobby-Köhlerinnen und -Köhler einen wieder einmal recht stattlichen Holzkohlenmeiler – auf einer alten Meilerplatte in der Nähe der Rheinbrohler Turnerhütte im Westerwald.

 

Das Ausräumen des Meilers war, wie in den Vorjahren, wieder für Pfingstsonntag angesetzt – immer wieder ein spannendes Ereignis, da niemand wirklich voraussagen kann, ob die Kohlenernte nun mickrig oder reichlich und vor allem, ob sie qualitativ zufriedenstellend ausfallen wird.

 

Begleitet von den ersten wärmenden Sonnenstrahlen begann das hochspezialisierte „Räum-Kommando“ dann am Sonntagmorgen gegen 09:00 Uhr, das schwarze Monster behutsam zu öffnen – und war angenehm überrascht, dass der zweiwöchige Verkohlungsprozess diesmal offenbar bis unten und außen relativ gleichmäßig vorangeschritten war.

 

Das bedeutete: weniger „Füchse“ (nur halb bzw. teilweise verkohltes Buchenholz), stattdessen mehr großes und gleichmäßig durchgekohltes „Schwarzes Gold“.

 

Allerdings überraschte der Meiler ab und zu trotzdem noch mit dem einen oder anderen Glutnest, so dass „trockene Löscharbeiten“ (mit Kohlenerde statt mit Wasser) hie und da fällig wurden.

 

Behutsam abgelöscht wurden natürlich auch regelmäßig die trockenen Kehlen der Meiler-Arbeiter und -Besucher – und zur Mittagspause spendierte das Alloheim Rheinbrohl den Aktiven einen imposanten Hordentopf mit lukullisch hochwertigster Bohnensuppe aus eigener Herstellung.

 

Auch in diesem Jahr beeindruckte wieder einmal die reibungs- und nahtlose Logistik auf und an der Meilerplatte: die geerntete Holzkohle wurde auf großen Blechen ausgebreitet, vom „Lösch-Kommando“ auf eventuelle Rest-Glimmaktivität überprüft, nach bestimmten Qualitätskriterien vorsortiert, anschließend auf einen Hänger abgekippt, dort abgesackt und sodann verladen.

 

Von einem kurzen, aber heftigen Regenschauer am Nachmittag unterbrochen, und ab da immer wieder von Regentropfen begleitet, wurde die letzte Holzkohle dann am frühen Abend abtransportfähig gemacht – und um ca. 18:15 Uhr versammelten sich alle helfenden Hände zum obligatorischen Gruppen-Abschluss-Foto mit Kind und Rind. Neben dem einen oder anderen Abschiedstränchen floss wohl auch das eine oder andere Tröpfchen Wein...

 

Fazit auch in diesem Jahr: nach dem Meiler ist vor dem Meiler – da stört auch das bißchen Wolf im Forst nicht die Bohne...